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Surfing, Party und Vulkane in Nicaragua

Nicaragua war das erste neue Land auf der zweiten Tour meines Lebensprojektes Weltreise.

16 Tage habe ich mir dafür Zeit genommen.

Surfing, Poolparties und Vulkansurfing stand auf dem Programm!

Als ich am Flughafen in Managua ankam, wurde ich von einem jungen Nicaraguaner mit einem Pappschild in der Hand abgeholt. Normalerweise fahre ich mit dem Bus, wenn es einen gibt, aber da ich in der ersten Woche in einem Surfcamp, irgendwo auf einem Hügel mitten im Nirgendwo wohnen werde, war es mir die 90$ wert, um dort auch wirklich ankomme.

Von Managua nach San Juan del Sur sind es 3 Stunden mit dem Auto, mit dem Bus 4.

Als ich im Rapture Surfcamp hoch oben auf einem Hügel mit Blick auf Dschungel und Ozean ankam, dachte ich mir „Ich bin im Himmel“. Eine Runde Schwimmen im Infinity Pool zum Sonnenuntergang machte den Abend perfekt. Morgen starten wir mit dem Surfing.
Die Vorfreude ist groß!

Am nächsten Morgen um 8.00 bekam ich mein Surfbrett mit Leash und die ganze Truppe machte sich mit 3 Jeeps zum 30 Min. entfernten Strand Remanso auf.

Nach einem Jahr Surfpause brauchte ich einige Versuche, bis zum Stehen auf dem Brett kam.

Überhaupt war das die 5. Surfstunde in meinem Leben, also schön ruhig. Mein persönliches Ziel bis Ende der Woche war, meine eigenen Wellen nehmen zu können, ohne Surflehrer.

Die Surfing Woche im Rapture Surfcamp war wirklich genial!

Wahnsinns Location mit Ausblick aufs Meer, neu, modern, alles sauber bis auf ein paar Tierchen gelegentlich, riesige Dorms, Infinity Pool, Yogadeck, leckeres abwechslungsreiches Essen, Pizza und BBQ Night am Wochenende, leckere Cocktails an der Bar, chillen im super gemütlichem Loungebereich, kompetente Surflehrer, gute Boards, nettes Personal. Insgesamt ein top Preis-Leistungsverhältnis!
510€ für 1 Woche Dorm, Frühstück & Abendessen, 4 Surflessons mit Brett, Shuttle zu den versch. Stränden, Flughafentransfer.

Mit so manchen Hoch und Tiefs und der kurzen Überlegung, dass ich alles hinschmeiße, erreichte ich mein Ziel am letzten Surftag doch noch! Unser Lehrer war nicht wie sonst im Wasser dabei um uns zu helfen, sondern stand am Strand, gab uns gelegentlich Zeichen und lobte uns, während wir eifrigen Schüler eine Welle nach der anderen rockten. Yeah! In drei Jahren will ich die Wellen seitlich surfen können! Bis dahin muss ich üben, wann immer es sich ergibt.

Surfing – neues Hobby – neue Motivation!

Alternativ zum Surfcamp, kann man sich in einem Hostel in Sun Juan del Sur einmieten, mit einem Shuttle zum Strand fahren, sich dort für 10$ am Tag ein Brett ausleihen und für 25$ zwei Stunden Surfunterricht nehmen.

Am Sonntag checkte ich aus, denn ich wollte zum „Sunday Funday“!

Jeden Sonntag findet in San Juan del Sur ein Poolparty Crawl statt.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine Partymaus bin!
Deshalb musste ich da hin. Das Ticket kann man nur am Sonntag ab 9.30 Uhr im Hostel „Pacha Mama“ kaufen. Kostet 30$, dazu gibt’s ein T-Shirt und einen Welcome Shot.

Die Party startet zum Warm-up im „Pacha Mama“. Um 15.00 Uhr geht’s weiter ins „Anamar“ direkt am Strand, zum Sonnenuntergang rauf auf den Hügel ins Naked Tiger und zum Abschluss gegen 20.00 Uhr wieder hinunter zum Strand. Der Transfer ist im Preis inbegriffen. Die Getränke kosten nicht mal 2$.
Aber Vorsicht! Man muss sich Getränkemarken kaufen und diese sind nur in der jeweiligen Location gültig. Also nicht zu viele kaufen, denn die kann man in der nächsten Bar nicht mehr einlösen. Mir hat Sunday Funday gleich so gut gefallen, dass ich am nächsten Sonntag noch mal hin bin.

Um mehr vom Land zu sehen, bin ich von San Juan mit 3 Bussen, 1 Taxi und 1 Fahrradrikscha in den Norden nach Leon gefahren. Habe für alle Fahrten, inkl. Verpflegung 10€ gezahlt. Nicaragua ist also ein super Land für Low Budget Backpacker! Bei den Taxis müsst ihr unbedingt immer handeln, wenn sie zu hoch ansetzen, die sind im Wettbewerbsdruck und geben meist nach.

Vulkan Surfing

Von Leon aus, kann man das berühmte Vulkan Surfing machen. Für 25$ habe ich meine Tour vom Hostel aus gebucht. Darin enthalten war der Transfer, Vulkan Boarding mit Ausrüstung, Fotos und ein Video, Obst und ein Getränk. Und wer möchte kann noch ein Gratis Shuttle zum Strand am Nachmittag nutzen. Ebenfalls wieder ein super Preis-Leistungs-Verhältnis!

Vulkan Surfing gibt es einzigartig in der Welt nur hier beim Vulkan Cerro Negro!

Der Vulkan ist Nicaraguas Wahrzeichen. Davon gibt es 18 im Land und 8 sind aktiv, ebenso der von uns bestiegene Cerro Negro.
Die Tour war super, lustig und informativ. Ist wirklich sehr zu empfehlen!
Außerdem werden einige Wandertouren zu anderen Vulkanen angeboten, wer darauf Lust hat.

Die meisten Touris fahren auch zum Ometepe, das sind zwei Vulkane in einem See. Soll sehr schön sein, hab ich gehört. Da ich von Mexiko noch genug von Seen und Bootstouren hatte, sparte ich mir das.

Als weiteren Ort steuerte ich die Kolonialstadt Granada an. Wirklich sehr hübsch dort aber 1,5 Tage haben mir persönlich gereicht. Viel interessanter für mich war das „Treehouse“, eine halbe Stunde von Granada aus entfernt.
Ein großes Baumhaus halb im Dschungel, wo freitags immer Elektro Partys stattfinden. Natürlich musste ich dort hin und es war mit oder ohne Party ein Erlebnis für sich. Hören konnte man Brüllaffen, sehen leider nicht. Dafür hatten wir riesige haarige Spinnen im Zimmer auf dem Holzbalken sitzen. Dschungel eben!

Die Nacht im Dorm kostet 12$, Frühstück 4$ und Abendessen 6$ kann dazu bestellt werden.

Die Party und der Transfer vom Townhostel Granada aus, sowie am nächsten Morgen zurück war gratis. Das Treehouse hat nur von Dienstag bis Samstag Morgen geöffnet, gebucht werden kann nur direkt über die Website, sowie ich das gesehen hab.

Nicaragua ist schön, hat viel zu bieten, ist günstig und ist es Wert besucht zu werden!

Vor allem Backpacker kommen auf ihre Kosten, da es viele billige Hostels gibt, günstige Ausflüge und regelmäßige Busse von A nach B, wenn auch alte unbequeme Schulbusse namens „Chickenbus“ für ein paar Euro. Den schlechten Ruf, dass das Essen nicht so gut sei und es nur Hähnchen mit Reis gibt, kann ich nicht bestätigen. Ich persönlich habe mich hauptsächlich von Quesadillas in allen Varianten ernährt.

Also macht euch auf, in vielleicht auch neues Land auf eurer Route!

Schön, dass du mir auf der Reise meines Lebens folgst!

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