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Der Sturm hat sich gelegt – Schluss mit Frust

Frust Adé in Woche vier

Nach meinem Tief in der dritten Woche, weil ich ausgelaugt, frustriert und von Fernweh geplagt war, kann ich mit Freude berichten, dass sich der Sturm mit all seinem Frust verzogen hat und Ruhe im Gefühlshaushalt einkehrt.

I get used to everything here!

Ich gewöhne mich ein, werde ein Teil vom großen Ganzen.

Was hat diesen Sinneswandel hervorgerufen?

Zum einem mag ich es selber nicht, wenn ich so pessimistisch durchs Leben laufe.

Frust schwärzt unsere kostbare Lebenszeit nur ein!

Eines Abends hab ich beschlossen, dass ich wieder glücklich sein und diese Zeit hier genießen möchte.

Frust auf meiner Weltreise

Eine bessere Alternative als auf der AIDA zu bleiben, fällt mir für dieses Quartal nicht ein.

„Ich bin jung und brauche das Geld“

Nach drei Monaten Reisen und Münchenbesuch im Herbst 2018, muss ich die Kassen wieder auffüllen und Geld verdienen. Und das am liebsten unter der heißen Äquatorsonne!

Dabei voll versorgt sein und so wenig Ausgaben wie möglich zu haben, um möglichst viel zu sparen, ist genau das, was ich brauche. Bei Thomas Cook sieht es im Winter rar aus mit Jobs und nach München zurück in die Kinderkrippe will ich nicht!

Also ist meine sieben Tage Woche auf der AIDA, gerade das Beste, was mir passieren kann.

Und außerdem wollte ich ja unbedingt aufs Schiff. Wäre doch zu schade, wenn ich meine Wunscherfüllung durch schlechte Laune und Frust miese mache.

Frust auf meiner Weltreise

Nach 11 Tagen Schiffsarrest, denn unser Dienstplan lässt es nicht immer zu, dass wir raus gehen, war ich eines Abends ganz unerwartet draußen in Singapur.

Mitternachts durch die zauberhaften Gardens laufen, mit den beleuchteten Riesenbäumen und danach auf die Dachterrasse des In-Hotels Sands Bay, waren ein unvergesslich schönes Erlebnis.

Das Ticket, um nach ganz oben zu fahren, inkl. eines Getränkes hat 28 Dollar gekostet, aber das war mir der Ausblick und die Stimmung oben Wert.

Geschlafen hab ich in dieser Nacht nicht viel, denn am nächsten Tag hatte ich um 8.00 Uhr Dienst.

Meine Akkus haben sich jedoch wieder aufgefüllt und jede Menge Glückshormone an Bord gezogen!

Frust auf meiner Weltreise

Ich bin wieder gut gelaunt. Juhu! Schluss mit Trübsal blasen und Selbstmitleid.

Und es gab noch zwei Landgänge auf die ich mich freuen konnte.

In Penang, Malaysia hatte ich vier Stunden Zeit, um die Altstadt Georgetown, mit all seinen genialen Streetart-Bildern, zu erkunden. Erst zu Fuß und dann mit der Fahrradrikscha.

Frust auf meiner Weltreise

Ach ich hab mich gefühlt, als wäre ich in meinem Backpackerleben zurück!
Es war einfach so herrlich und hat mir gut getan. Die Sonne und die Freiheit spüren, selbstbestimmt hinlaufen wo man möchte. Endlich wieder ein Individuum und nicht eine Nummer sein.

Spätestens jetzt war das Letzte bisschen Negativität aus meinen Zellen verbannt!

Als Backpacker schränkt man sich mit einigen Dingen stark ein. Dinge, die Daheim normal sind, werden zur Besonderheit, wie z.B. eine warme Dusche. Man verzichtet immer mehr auf materiellen Besitz, genießt im Gegenzug aber immer mehr Freiheit.

Hier auf dem Schiff vermisst man diese Freiheit ganz schnell. Zumindest ist das bei mir so.

Frust auf meiner Weltreise

Diese tollen Häfen anzufahren, im Wissen, dass man das Land dahinter nicht sehen wird, hat mir anfangs sehr viel Frust bereitet. Jetzt denke ich mir, dass ich am Ende doch noch überall gewesen sein werde, da wir die Touren wiederholen.

Als wir das erste Mal nach Port Kelang kamen, von wo aus man in einer guten Stunde in Kuala Lumpur ist, war ich so enttäuscht, weil ich diese Stadt mit seinen bekannten Zwillingstürmen nicht zu Gesicht bekam. Ich wünschte mir, dass ich eine Change bekomme, dort hinzukommen.

Wenige Tage später ging eine Rundmail durch, dass es für nur 16€ einen Crewausflug nach Kuala Lumpur geben wird. Ich war sooo happy und meine Chefin genehmigte meine Teilnahme!

Danke Gott, dass du mir meine Wünsche erfüllst. Du bist genial!

Frust auf meiner Weltreise

Wir besuchten erst die Höhle „Cave Batu“ mit dem bunt prächtigen Hindutempel darin.

Danach die aus dem Kinofilm „Verlockende Falle“ mit Catherine Zeta-Jones und Sean Connery bekannten Twin Towers in Kuala Lumpur City. Schon cool die Dinger in echt zu sehen.

Ein Häckchen mehr auf meiner Bucketlist!
Twin Towers Kuala Lumpur – V done.

Der Ausflug endete mit einem Besuch auf dem Central Market, wo ich mir noch schnell etwas Streetfood hineinschaufelte. Erschöpft aber glücklich standen wir danach wieder an der Rezeption.

Glücklich mit dem Gefühl draußen gewesen zu sein und etwas Wunderbares erlebt zu haben.

Frust Adé

Wenn du Fragen zum Leben auf dem Schiff hast, schreibe mir gerne eine E-Mail.
Ich freue mich von dir zu hören!

Schön, dass du mir auf der Reise meines Lebens folgst!

 

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