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Das hab ich mir in Mexiko alles angeschaut!

Viel unterwegs war ich in Mexiko!

In 18 Tagen habe ich 12 Städte besucht, habe in sieben Hostels und einem Hotel gewohnt, bin 12 Mal mit dem Bus gereist und hatte einen Inlandsflug.

Wo ich überall war und was es da Tolles zu besichtigen gibt, erzähle ich dir jetzt.

Playa del Carmen #1
Wer gerne viele Menschen um sich hat und Party liebt, der sollte unbedingt nach Playa del Carmen.
Unzählige Bars und Restaurants reihen sich hier an und auch einige Clubs. Für jeden Geschmack ist etwas geboten, von der hoch exklusiven Buddhalounge „Mandala“ oder dem Beachclub „Maya Coco“ bis zur rustikalen typisch mexikanischen Bar mit Mariachi Musik. Ich hatte Glück und kam zufälligerweise ohne es zu wissen zum jährlichen „bpm Electronic Music Festival“ und konnte somit ein Wochenende zu meiner Lieblingsmusik tanzen.

Ich komme auf jeden Fall ein zweites Mal hierher zurück!

Tulum #2
Die Stadt an sich ist klein und gibt meiner Meinung nach nicht viel her. Dafür ist der Strand mit den alten Maya Ruinen ein wirkliches Paradies!

Meine Freundin wird hier ihre Flitterwochen verbringen und jetzt weiß ich auch warum, weil es wirklich wunderschön dort ist.

Nur 45 Min. mit dem Bus ist es von Tulum nach Coba.

In Coba #3 ist eine alte Mayastädte mit einer der wenigen Pyramiden in Mexiko, auf die man noch drauf klettern darf.

Der Tag in Coba war für mich wunderschön!

Nachdem man Eintritt bezahlt hat, geht man in ein Waldstück und kann wählen zwischen 2km zu Fuß gehen, sich ein Fahrrad leihen oder ein Fahrradtaxi buchen. Ein Freund, den ich in Kuba auf der 20 stündigen Busfahrt von Santiago nach Havanna kennengelernt habe, und ich haben uns ein Fahrrad ausgeliehen und sind wie zwei Teenager durch den Wald gefahren. Immer wieder hielten wir an, um uns die Reste aus vergangenen Zeiten anzuschauen, bis wir schließlich bei der großen Pyramide ankamen. Der Aufstieg ging ab der Hälfte in die Beine und bei der Hitze ist die Puste schnell aus. Oben angekommen habe ich mich auf das Dach der Pyramide gesetzt und für ca. 20 Min. den unglaublichen Ausblick auf den riesigen Dschungel-Wald-Mix genossen. Ein unglaubliches Gefühl dort oben.

Glücklich, seelig, stolz, mit der Welt im Einklang!

Valladolid #4
In Yucatan gibt es sehr viele Cenoten und einige davon in Valladolid. Deshalb hab ich mich für diese Stadt entschieden, welche aussieht wie eine

Westernstadt. Eine Cenote ist wie ein Unterirdischer kleiner See oder ein Badeteich.

Es gibt immer eine Öffnung nach oben, sodass Licht hineindringt. Es hätte noch mehr Cenoten gegeben aber ich war in zwei Tagen in fünf davon, was eh wirklich viel ist. Man zahlt zwischen zwei und vier Euro Eintritt und das ist es auch wirklich Wert. Da jede Cenote anders ist und ich sowieso eine halbe Meerjungfrau bin, die das Wasser so sehr liebt, war ich froh, dass ich mir die Zeit für fünf davon nahm.

Am ersten Tag habe ich mir im Hostel ein Fahrrad geliehen und bin mit damit zu drei Cenoten im Umkreis von Valladolid gefahren. Am zweiten Tag war ich nach meinem Ausflug in Chichen-Itza in der Centote Zaki direkt in der Stadt.

Nach Chichen-Itza #5 fährt man mit dem Bus in 40 Minuten. Dort gibt es die zweit wichtigste Mayastädte zu besichtigen. Leider darf man hier seit einigen Jahren nicht mehr auf die Pyramide klettern, weil dabei zu viele abgestürzt und gestorben sind.

Trotzdem ist es eindrucksvoll!

Dort gibt es ein riesiges Spielfeld. Die Spieler wurden auserwählt und nicht alle haben es überlebt. Es war eine Ehre für sie zu sterben und nach ihrem Glauben gehört dies zum natürlichen Kreislauf. Man verlässt den jenigen Körper, man kommt von Mutter Erde und gibt ihn Mutter Erde zurück, um dann eine neue Form anzunehmen.

Auch in Chichen-Itza gibt es Cenoten.

„IK-Kil“ ist sehr touristisch aber trotzdem sehr schön mit den ins Wasser hängenden Pflanzen und dem herabfallenden Wasser.

Merida #6
Merida ist im Norden Yucatans und wirklich eine schöne Stadt mit europäischen Einflüssen.

Als ich dort war, hatte es 33 und 37 grad Celsius und die Hitze stand förmlich in der Stadt. Deshalb war das Sightseeing im Zentrum erschwerlich. Ich bin von einer Parkbank im Schatten, zur nächsten gekrabbelt und gab um 17Uhr auf, um Siesta zu machen. Am Abend ist es dort noch schöner. Viele Restaurants mit tollem Ambiente und manchmal auch Live Musik, mit Blick auf die Parks, schaffen eine zauberhafte Urlaubsstimmung!

 Weil es mir zu heiß war und ich einen Flamingo Tipp bekommen habe, entschied ich mich am zweiten Tag einen Ausflug nach Celestun zu machen.

Celestun #7 ist ein kleines Fischerdorf, eine Stunde von Merida entfernt. Dort gibt es einen Nationalpark mit Mangrovenwälder, Lagunen und einen riesigen See. Hier gibt es wilde Flamingos zu sehen.!

Mit einem Boot fährt man auf dem See hinaus, um die wunderschönen langbeinigen Vögel zu bewundern. Leider muss man mit dem Boot Abstand halten. Die Tiere geraten sehr schnell in Stress und können dann sterben. Warum genau habe ich nicht verstanden. Ansonsten gibt Celestun nicht viel her aber die Flamingos waren den Besuch wert.

Acapulco #8
Beliebt wurde die Stadt in den 50ger Jahren. Der ehem. US Präsident John F. Kennedy hat hier mit seiner Frau Jacky die Flitterwochen verbracht und auch Elvis Presley hat hier gerne Urlaub gemacht. Auch Ricky Martin hat hier unter anderem eine Villa. Acapulco ist sehr amerikanisch, alles ist groß – größer – am Größten. Auch wenn es nicht viel von Mexiko hat, ist es ein superschöner Urlaubsort!

Ich wollte da schon immer mal hin, deshalb nahm ich Acapulco in meine Tour auf. Dass dies derzeit die gefährlichste Stadt Mexikos ist, wurde mir erst hinterher aber dafür andauernd erzählt. Ich hab mir für 2,5 Tage ein sehr schönes Hotel direkt am Strand gegönnt und war sicher!

Die Auszeit vom vorherigen täglichen Sightseeing hat mir gut getan!

Zwei Tage mal einfach am Pool liegen und kein Backpacker mehr sein.

Puebla #9
Dafür ist Puebla echtes Mexiko, wie man sich es nur vorstellt. Eine wunderschöne historische authentisch mexikanische Großstadt. Da ich nur einen Tag dort hatte, bin ich zu Fuß das Zentrum kreuz und quer abgelaufen. Noch nie habe ich so viele Kirchen auf einmal gesehen, noch nie so viele wirklich bemerkenswert schöne Kirchen auf einmal.

Am zweiten Tag ging es mit dem Bus ins nahe gelegene Städtchen Chulula #10. Dort gibt es eine Pyramide zu sehen, die allerdings größtenteils zugewachsen ist. Die Spanier haben die Pyramide damals einfach verschüttet und eine Kirche drauf gebaut, wie mit allem was sie dort erobert haben. Grr Groll! Deshalb sieht es aus wie ein großer Hügel mit einer Kirche oben drauf. Wenn man genau hinsieht, kann man die Kontur der Pyramide erahnen und an wenigen Stellen kann man die Meisterarbeit wieder sehen. Auch in Chulula gibt es extrem viele Kirchen, allerdings nicht so eindrucksvoll wie in Puebla. Gesamt sind es in beiden Städten 365 Kirchen, eine für jeden Tag.

Klar, braucht man auch wirklich!

Oaxaca #11
Diese Stadt hat wirklich viel im Umkreis zu bieten. Nachdem ich mir zu Fuß das Zentrum ein bisschen angeschaut habe und die wurligen Marktstraßen entlang geschlendert bin, entschloss ich mich zu den Ruinen zu fahren. „Monte Alban“ am Stadtrand auf einen Berg. Man kann einen Touristen Reisebus buchen, der einen direkt dorthin fährt oder einfach wie die Einheimischen in ein Camion (kleiner alter Bus) steigen. Die Fahrt kostet nur ein paar Cent. Allerdings fährt es nicht ganz hoch! Mehr als zwei Stunden habe ich in der alten Ruinenstadt „Monte Alban“ verbracht, da die Fläche wirklich groß ist und es dort vieles zu sehen gibt.

Auf manche Pyramiden darf man sogar hinaufsteigen. Wirklich sehr eindrucksvoll!

Am zweiten Tag habe ich eine ganztägige Tour mitgemacht für umgerechnet 16€. Zuerst haben wir uns den Baum „Arbol de Tule“ angeschaut. Dieser Riese misst einen Umfang von 58m und ist somit der Baum mit dem dicksten Stamm der Welt!

Danach haben wir eine Mezcal Fabrik besichtigt und mehr über die Herstellung des starken Wässerchens erfahren. Mezcal ist wie Tequilla mexikanisches Nationalgetränk. Ich muss den probieren haben alle Mexikaner gesagt.
Hab ich auch! Hmm nicht so meins!

Dritter Stopp war eine Teppichweberei und vierter Stopp die Ruinenstadt Mitla. Wo jetzt nur noch Reste zu sehen sind, haben bevor die Spanier kamen, Jahrhunderte lang die Zapoteken und Mixteken gelebt. Priester, Könige und weitere Personen höchsten Standes wurden hierher gebracht, um ihre letzten Tage vor ihrem Tode in Würde hier zu verbringen. Sehr interessant!

Abschließend ging ich in die Berge und dort wartete ein absolutes Highlight auf mich!

„Hierve de Agua“, zwei Naturpools aus lauwarmen Quellwasser oben auf dem Berg, mit einem sagenhaften Ausblick. Jeder der in Mexiko reist sollte hier vorbei kommen!

Mexiko City D.F. #12
Wie ihr sicher schon gehört habt, ist Mexiko City riesig. Ich habe dort nur einen Tag verbracht, weil mein Weiterflug nach Martinique in der Nacht war. Mein Hostel habe ich im historischen Zentrum gewählt, denn wenn man nicht viel Zeit hat, sollte man sich auf das Zentrum reduzieren. Dieses ist wirklich sehr schön, vor allem der Zocalo! Die ganze Zeit schon wollte ich mit dem Touri „Hop-on Hop-off“ Bus fahren. In Mexiko City habe ich es dann endlich gemacht, um möglichst viel zu sehen. Ich hätte bei meinem ersten Gedanken bleiben sollen, und mir nur das Zentrum genauer anschauen. Fünf Stunden durch die südlichen Stadtteile war mir dann too much!

 Meine Highlights waren die Ruinen in Tulum, Coba und Monte Alban in Oaxaca.
Sowie das Baden in den Cenoten und „Hierve de Agua“ in den Bergen.

Mexiko ist super klasse, günstig und lecker. Mann kann so viel unternehmen und anschauen.

Ich komme auf jeden Fall ein zweites Mal um neue Städte kennenzulernen.
Denn schließlich ist Mexiko riesig!

Viva el Mexico!!!

Schön, dass du mir auf der Reise meines lebens folgst!