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Arbeiten wo andere Urlaub machen!

Der Routine des Alltags in Deutschland entfliehen.
Ein Leben unter Palmen mit Sonne, Strand und Meer.
Von Ort zu Ort ziehen und immer Neues entdecken.
Ja das wünsche ich mir!

Wenn man reich ist, Sponsoren oder ein ortsunabhängiges Einkommen hat, ja dann kann man sich diesen Traum erfüllen!
Wenn alles nicht zutrifft, gibt es immer noch die Möglichkeit seinen Arbeitsplatz von Deutschland an einem wärmeren Ort zu verlegen.

Die einen wandern aus, ich wandere los!

Aber einfach so in ein Land meiner Wahl gehen, dort Job und Wohnung suchen, und dann noch die Visabestimmungen! Nein das war mir zu riskant, und ohne Geld auf der hohen Kante erst recht!

„Bewirb dich doch bei Thomas Cook und arbeite als Reiseleiterin im schönen Süden, wie ich“ meinte eine neue Freundin Ende vergangenen Jahres zu mir!
Und genau das tat ich, denn das schien mir die sicherste Art in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten.

Reiseleiterin CoCo

Und somit bestand ich das Job-Casting im Dezember und erhielt ein paar Tage später die Zusage für eine Anstellung als Reiseleiterin, auch Service Representative genannt, für den Sommer 2019.

Im April flog ich nach Portugal, um an einem 10-tägigen Jobtraining, der Service Academy, teilzunehmen. Es blieb spannend bis zum Schluss! Erst am letzten Tag erfuhren wir unser Zielgebiet.
Für mich, drei Freundinnen die ich auf der Schulung gewonnen habe, sowie 25 andere hieß es MALLORCA.

Eine Woche später kamen wir, auf der größten Insel der Balearen an, und nach den ersten 5 weiteren Tagen im Hotel, mit weiteren Kursen, wurden wir an den verschiedenen Küsten verteilt.

Hotel Kurs

Für mich ging es in den Norden nach Alcudia. Mein Hotelpaket bestand aus zwei großen zusammengehörenden Hotels, mit Platz für 2.000 Gäste.

Dort hatte ich den Luxus, in diesem 4Sterne Hotel zu wohnen. Mein Zimmer wurde geputzt, dreimal täglich durfte ich beim leckeren Buffet mitessen, ich durfte alles was zur Anlage gehörte wie Pools, Sauna, Fitnessstudio, Sportkurse mitnutzen. Arbeitsweg von meinem Zimmer bis zu meinem Servicestand 2 min. Das türkisblaue Meer direkt vor der Haustür.

Alcudia

Was will man mehr könnte man meinen?!

Doch alles neue, vor allem zum ersten Mal im Ausland leben und arbeiten, bringt auch seine Themen mit sich. Deshalb war mein Sommer abroad in verschiedene Phasen unterteilt.

Phase 1: Fühle mich unwohl und wie ein Eindringling in diesem Hotel. Alle kennen sich und jetzt soll ich hier wohnen, obwohl ich nicht dazu gehöre. Werden Sie mich mögen, kann ich mich einfügen?

Phase 2: Ich muss raus aus dem Hotel, ich wohne und arbeite hier, bin einfach immer hier, 24 Stunden täglich, 6 Tage die Woche. Fühle mich wie in einem goldenen Käfig. Ich muss dringend draußen Leute kennen lernen!

Freunde auf Mallorca

Phase 3: Ich vermisse das Backpacken so sehr! Jetzt bin ich einen Monat hier. Es ist schön hier, ich bin dankbar und genieße es. Aber ich möchte meinen Rucksack packen, einen Flug und Hostel buchen und in ein neues Abenteuer. Denn der Alltag schleicht sich auf hier langsam ein!

Selbsterkenntnis: Es geht für mich nicht nur darum, von Deutschland weg zu sein und an einem anderen Ort mit Sonne, Strand und Meer zu wohnen. Ich will überhaupt nirgends wo mehr länger wohnen! Ich will mit meinem Rucksack durch die Welt ziehen. Ich bin ein Nomade geworden!

Phase 4: Frust über den Job wurde immer größer. Arbeit ist Arbeit und eben nicht Urlaub! Und der typisch deutsche Nörgler war noch nie mein Geschmack. Aber jetzt hab ich sie täglich!
Kann ich auf Dauer mit den Dingen die mir nicht passen umgehen?

Phase 5: Ab jetzt wieder positiv denken! In meiner Selbstmitleidsphase 4 beschloss ich eines Abends, dass ich jetzt Monate weiter jammern kann, und irgendwann ist der Sommer rum.
Oder ich besinne mich auf das, was mir der Job alles positive bringt, genieße die Insel und hole das Beste aus diesem Sommer heraus. Am nächsten Morgen wachte ich auf, und war wieder glücklich.

Vieles im Leben ist eben nur Einstellungssache! Und mit einer positiven Einstellung lebt es sich schöner und einfacher!

Phase 6: Endspurt, ich zähle die Wochen bis ich endlich weg darf!
Der Sommer auf Mallorca war schön, ich hab all meine Freizeit sinnvoll investiert, um so viel wie möglich von der Insel zu sehen. Ich hab neue Freunde gewonnen, hab neue Erfahrungen und Fähigkeiten erworben, hatte so viele wunderbare Stunden mit Sonne, Strand, Meer und mehr.

Aber 5 Monate sind genug, es ist Zeit für den nächsten Schritt, denn mein Nomadenherz will schon lange weiter!

Meer und Bucht Blick

Mein Fazit:
Es war schön und ich bin froh, dass ich es gemacht und durchgezogen habe. Der Job hatte, wie die meisten, seine Höhen und Tiefen. Aber ich hab´s gepackt und mir hat es schon auch Spaß gemacht.

Aber vor allem das drum herum, das der Job mitbringt war ein Traum!
Ich war durch die Firma versorgt, meine Flugtickets wurden bezahlt, ich hatte einen festen Arbeitsvertrag, einen festen Lohn mit prima Arbeitszeiten. Ich glaube dass kein Spanier auf dieser Insel soviel Siesta und Freizeit hatte, wie wir! Ich musste weder putzen und kochen und jede Mitnute von meiner reichlichen Freizeit, hat sich wie Urlaub angefühlt.
Ich bin fast täglich am Strand oder Pool gelegen und durfte außerdem alle Ausflüge in unserem Angebot gratis mitmachen.

Ja ich habe dort gearbeitet wo andere Urlaub machen, aber zur Hälfte war es selbst dort Urlaub machen. Mein Feierabend, meine freien Tage waren Urlaub, ein langer Arbeitsurlaub auf Mallorca.

Arbeitsurlaub auf Mallorca

Jetzt freue ich mich über eine Pause, aber genauso freue ich mich auf eine eventuelle weitere Saison, in einem neuen Land im kommenden Jahr!

Hast du eine Idee wo es für mich hingehen könnte nächsten Sommer?
Von welchem Land in Europa würdest du gern mehr erfahren?

Mehr von Mallorca findest du in meiner Mallorca Bildergalerie
und dem Video Coco Grüsse aus Mallorca

Schön, dass du mir auf der Reise meines Lebens folgst!

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