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Los Angeles – Alles was du über die Metropole wissen musst!

Los Angeles…

…ist riesig!
Wenn man mit dem Flieger abends über die Stadt fliegt, sieht man ein weites Meer an Lichtern. Mittig erstrecken sich einige beleuchtete Hochhäuser und drum herum nichts als Lichter, weit und breit.
Auf dem Weg hoch zum berühmten Wahrzeichen der Stadt, wandert man einmal um die Hollywood Hills herum. Dabei kann man den bekannten Teil der Stadt bis hinter Downtown sehen. Und auf der anderen Seite des Hügels ein ebenso großer aber ruhigerer und eher unbekannter Teil der Stadt.

Los Angeles ist die größte Stadt in Kalifornien mit fast 4 Millionen Einwohnern, mit 15 Stadtbezirken und ist nach New York die 2.größte Stadt in den USA.
Sie wächst weiter, und zwar rasend schnell!

…hat einen Mega Verkehr!
Grund dafür ist natürlich die Größe der Stadt und das schlecht ausgebaute öffentliche Verkehrssystem.
Als Tourist ohne Auto mit dem Bus unterwegs zu sein, dauert ewig und ist nervenaufreibend. Gleiches gilt auch für die Autofahrer!
Die Stadt leidet an einem chronischen Verkehrsinfarkt, denn zu Fuß gehen hier angeblich nur Drogendealer und Prostituierte, so witzelt man.
Jeder hat in LA ein Auto und sitzt auch immer drin!
Täglich Stau auf dem Highway am Morgen und ab Nachmittag.

Mein Bekannter Ken, bei dem ich gewohnt hatte, berichtete mir, dass er gefühlt sein halbes Leben im Auto sitzt. Dies sei unter anderem der Grund, warum er von LA weg möchte. Freunden von ihm geht es genauso.
Laut der New York Times ist LA die Stadt mit dem schlimmsten Verkehr auf diesem Planeten!
Als ich die Woche dort war, saßen wir tatsächlich einige Stunden im Auto um ein bisschen was von der Stadt zu sehen und auch ich war dem Kollaps nahe: „Ich muss hier raus aus dem Auto!“

Los Angeles ist unterschiedlich!
Bei unseren privaten Stadtrundfahrten im Auto zeigte mir Ken die Unterschiedlichkeit der Stadt. Vieles was vorher nur noch von Obdachlosen bewohnte Bruchbuden waren, sind jetzt hippe Lofts. Genau wie in Miami wandelte sich ein schäbiger Stadtteil zu einem „Art District“.
Außerdem erzählte er mir von „unsichtbaren Grenzen“ in der Stadt. Fährt man z.B. über diese Brücke und noch ein Stück weiter, ist die Wahrscheinlichkeit erschossen zu werden ziemlich hoch.

Eine andere Grenze habe ich miterlebt. Zelten tun hier auf dem Gehweg nicht die Wanderfreunde, nein es sind Obdachlose. Sehr sehr viele! Hier hat man das Gefühl in einer Geisterstadt zu sein.
Zwei Straßen weiter folgt die unsichtbare Grenze. Plötzlich ist man im modernen Downtown, mit all seinen schönen Hotels, Designerläden und beleuchteten Wolkenkratzern. Hollywood gilt den Touristen, die Amis zieht es eher ins smarte West Hollywood. In Beverly Hills wohnen die Reichen und Schönen. Hydranten, Straßennamen und Baumbepflanzung sind hier anders als im Rest der Stadt, denn dieser Stadtteil fühlt sich als etwas besonderes! Und so zieht sich diese Unterschiedlichkeit weiter.

…hat viele Obdachlose!
Von knapp 4 Millionen Einwohnern soll es rund 250.000 Obdachlose geben. Die Stadt versucht das Problem etwas zu beschönigen und spricht von deutlich weniger. An manchen Orten sieht man nur wenige bis gar keine. An anderen Straßen und Stadtteilen wimmelt es nur von Menschen, die vom amerikanischen Traum nichts abbekommen haben. Sie leben in Zelten den Winter über, schleppen ihr Zeug in Einkaufswägen umher, so wie man es aus Filmen kennt. Viele von ihnen haben ein Alkohol- und Drogenproblem und sind daher verwirrt bis angriffslustig. Einer ist mit bösem Blick direkt auf mich zugesteuert. Aber ich konnte ihn zum Glück mit meinem strengen Erzieherblick und einem lauten „Hey“ abwehren.

Viele andere sind friedlich, sehen sich als Künstler und versuchen ihre Kunst z.B. am Venice Beach zu verkaufen. Als wir einen bestimmten Mann am Straßenrand sahen, erzählte mir Ken, dass dieser früher als Model arbeitete und sehr erfolgreich war. Was zu seinem Lebenswandel führte, ist leider nicht bekannt. Obwohl er alt und obdachlos ist, hat er immer noch Schönheit in seinem Gesicht. Ich stieg aus und fragte, ob ich ihm mit einem Dollar helfen könnte. Er sagte, dass er kein Geld annimmt. Er mache das hier und zeigte auf ein kleines Pappschild, das er umhängen hatte, auf welchem stand „more love“. Er verteilt diese kleinen Schildchen in der Stadt. Ich sprach nur kurz mit ihm und nahm wahr, dass er etwas ganz Gelassenes, Anmutiges und Weises an sich hatte. „Vielleicht hast du gerade mit Jesus gesprochen“, meinte mein Freund Ken.

Los Angeles ist multikulti!
Los Angeles hat die weltweit größte Population an Menschen aus Korea, Iran, Nicaragua, El Salvador und Mexiko, außerhalb von deren eigenen Ländern. Und eine signifikante Bürgerzahl von vielen weiteren Nationen, wie z.B. Thailand, Japan.

…ist cool!
Dieses Wort geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich durch Santa Monica, Venice und Venice Beach schlendere. Leute gehen mit lässiger Sportbekleidung auf die Straße und sehen dabei noch richtig stylisch aus!
Das Skateboard scheint hier das alternative Fortbewegungsmittel zum Auto zu sein. In Venice Beach zeigt die Jugend ihre Skateboardkünste. Sehen und gesehen werden hat hier seine Berechtigung! Nicht nur der leichte Wind, der im Winter weht, ist cool. Shops, Kleider und Leute ebenso!

…ist sportlich!
Outdoorfitnessstudios, Fahrrad- und Joggingbahnen am Strand entlang, laden zum Sporteln ein. Und eine große Zahl der Bevölkerung nutzt dies. Das Bild des übergewichtigen Amis stimmt nicht zu 100% , denn schlanke durchtrainierte Körper in engen Sportoutfits hopsen ebenso über die Bildfläche.
Schließlich könnte Leonardo Di Caprio plötzlich vor einem stehen!

…isst vegan!
Kalifornien ist eines der Weltzentren für Veganismus.
Wenn man an Amerika denkt, denkt man automatisch auch an Fettleibigkeit, Burger und Pommes.
Zum Glück gibt es eine starke Gegenwelle in den letzten Jahren.

Vegan ist hier „IN“!
Man liest dieses Wort gefühlte jede 5 Meter. Sogar Klamotten Shops sind vegan. ???

Die Straßen sind gefüllt mit schönen, veganen Cafes und Restaurants. Das Essen ist lecker, auf jeden Fall und als Vegetarier freue ich mich natürlich über diese Bewegung. Aber die Flut an den absolut überteuerten Produkten (10$ für ein kleines Müsli zum Frühstück) hat in mir eine kleine Ablehnung gegen das Ganze ausgelöst.

Zum Glück blieb ich nicht länger dort, nicht dass ich aus Protest wieder Fleischfresser werde!
Meine Bestellung dauerte immer etwas, weil leider alles teuer ist und sich nicht wirklich mit meinem Backpackerbudget vereinbart.
Aber Hut ab, Kalifornien, ein Schritt in die richtige Richtung. Denn ich wünsche mir eine Welt, in der Tiere nicht mehr geschlachtet, gegessen und angezogen werden!

Los Angeles bietet vieles für Wanderfreunde!
Mitten in der Stadt in den Santa Monica Mountains befindet sich z.B. der Temescal Canyon Park mit verschiedenen Wanderwegen. Lässt sich super in 3-4 Stunden gehen.

Als Weiteres die Hollywood Hills. Wer das Wahrzeichen der Stadt sehen will, der muss erst mal 45min. wandern. Es hieß früher übrigens Hollywoodland, aber die Buchstaben zerfielen mit den Jahren und Hollywood blieb. Als auch diese zu zerfallen begannen, investierte der berühmte Playboy König Hugh Hefner in ein neues „Hollywood“ Zeichen, das der Witterung standhält.

Außerdem kennenlernen durfte ich, 3 Autostunden von LA entfernt, den „Joshua Tree Park“. Die Natur sieht hier aus, wie auf einem anderen Planeten. Wie ein Jurasic Park ohne Dinosaurier! In und um Los Angeles herum gibt es noch viel mehr Wanderwege, die ich in einer Woche natürlich nicht alle testen wollte.

+LA ist eine der reichsten Städte und gleichzeitig eine der Ärmsten!
+In LA hast du den Strand, Großstadt, nicht weit entfernt die Wüste oder Berge zum Skifahren.
+LA ist so vielfältig und trotzdem ist das Angebot für Touristen nicht übergroß!

Ich war nun zum 2. Mal dort und ein 3. Mal komme ich sicher wieder irgendwann!
Schaut euch die Stadt der Engel selbst an, sie ist einen Besuch wert!

Schön, dass du mir auf der Reise meines Lebens folgst!

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